Der richtige Kratzbaum für die Katze

Was für einen Kratzbaum spricht

Welcher Katzenhalter kennt das nicht? Zerkratze Möbel, insbesondere wenn es wie ein Sofa weiche Stellen hat, vollgehaarte Sitzmöbel und Katzenspuren überall. Selbst im Regal und auf dem Schrank lässt sich der vierbeinige Liebling gerne nieder, kein Wunder, von hier oben ist die Aussicht auf ihr Reich nun mal am besten.

Nicht alle Katzen sind auch richtige Samtpfoten, wenn es darum geht, ihren Aussichtsplatz zu erreichen und so kann es eben auch mal vorkommen, dass man vor diesem dann das findet, was eigentlich dort deponiert war. So lange die Hauskatze aber keinen eigenen Platz hat, kann man kaum etwas tun, wenn sie meint ihre Plätze zu erobern.

Und dass die Katze ihre Krallen schärft und auch kürzt, das kann man ihr auch kaum verübeln, schließlich benötigt die Katze diese nun mal ständig.

Die Katze braucht also Platz und sie benötigt eben auch eine Gelegenheit zum Krallen schärfen und kürzen. Und hier kommt der Kratzbaum ins Spiel. Die meisten Kratzbäume bieten nicht nur die Möglichkeit zur Krallenpflege, sondern eben auch mehr als eine Möglichkeit zum Schlafen und Kuscheln.

Richtig luxeriös aus Katzensicht wird so ein Katzenkratzbaum spätestens dann, wenn er auch noch eine Aussichtsplattform hat, die ihr einen guten Rundumblick über ihr Reich bietet und am besten noch über den Köpfen ihrer Familie liegt. Der perfekte Rückzugsort, den alle Katzen lieben werden. Ob ein Kratzbaum bereits mit Spielzeug bestückt ist, muss nicht unbedingt ein Kaufkriterium sein, wenn es um die Auswahl geht, denn im Zweifelsfall kann man solches immer noch selbst befestigen.

Unsere Katze musste ohne Katzenbaum leben

Unsere Katze hatte damals keinen eigenen Kratzbaum. Sie war eigentlich auch eine Freigänger Katze und hatte natürlich sehr viel Abwechslung ab Frühjahr bis Herbst vor der Haustür. Im Winter bekamen wir es dann oft zu spüren, dass ihr die vier Wände bei uns dann nicht mehr ausreichten, öffneten wir ihr aber auf ihr Maunzen hin die Haustür, dann war es auch nicht recht und es dauerte nicht lange, bis sie wieder rein wollte. Vielleicht hätte sie dann doch gerne einen Katzenbaum gehabt? So stand ihr aber eigentlich das ganze Haus zur Verfügung...

Gewohnt haben wir damals in einem sehr alten Haus. Und so gab es einige Stellen im Haus, die nicht so waren wie in einem Neubau. Das fing zum Beispiel im Treppenhaus an. Da gab es einige Stellen, an denen es nur eine Sperrholzplatte zur Abedeckung gab, die eben mit Raufaser tapeziert war. Diese Stellen waren ihr am liebsten zum Krallen pflegen und so sah die Tapete hier auch immer aus. Und direkt daneben stand noch eine Truhe aus Korb. Die Korbtruhe war wirklich gut verarbeitet, dafür, dass unsere Katze äußerst gerne an dieser gekratzt hat, sah sie auch nach 15 Jahren noch erstaunlich gut aus. Zumindest besser als das Ledersofa im Wohnzimmer. Aber schwarzes Leder war in dem kleinen Wohnzimmer so oder so etwas dominant, was lag da näher als das Sofa irgendwann abzudecken mit Stoff?

Geschlafen hat unsere Katze im Winter am liebsten direkt auf einem Handtuch auf der Heizung. Im Sommer hat sie auch gerne Platz in unseren Regalen genommen. Mein Bruder war allerdings nicht sehr begeistert, als er unsere Katze mal auf seiner Stereoanlage wiedergefunden hat. Ein anderer Lieblingsplatz war, zumindest wenn wir alle im Erdgeschoss waren auf der Treppe. Und zwar lag unsere Katze dann so, dass sie von der obersten Treppenstufe, die noch Ausblick nach unten hatte, alles im Blick hatte. Kontrolle ist eben alles.

Unsere Katze und ihre Höhle

Manchmal war unserer Katze aber mehr nach Höhle. Das wäre ja auch etwas, was ein gut bestückter Katzenbaum bieten würde. Ohne Baum nahm unsere Katze eben Kleiderschränke. Bei fünf Personen im Haus gab es garantiert immer mal einen, bei dem die Tür offen stand. Schön, wenn man das nicht gemerkt hat, uns dann etwas anziehen wollte, was zuvor eben als Katzendeckchen in der Katzenhöhle gedient hat. Aus einem T-Shirt wurde dann schnell ein Shirt mit Fellbesatz. Wenig amüsiert, zumindest in den ersten drei Minuten nach Entdeckung, war meine Mutter als sie unsere Katze nach längeren Suchen im großen Kleiderschrank wiederfand. Diesmal wollte unsere Katze nicht einfach ihre Ruhe vor uns haben, nein, sie hatte sich zum Werfen ihrer Welpen dahin zurückgezogen.

Ein Kratzbaum hätte unser Leben wohl erleichtert. Allerdings weiß ich nicht, ob unsere Katze mit nur einem Katzenbaum für sich zufrieden gewesen wäre. Schließlich hatte sie gleich mehrere Dutzend Lieblingsplätze im Haus. Gemangelt hat es ihr an nichts und wir haben brav zwei Mal im Jahr die schlimmsten Stellen im Flur eben neu tapeziert, damit sie wieder was Neues zum Kratzen hatte.

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